Auf zu neuen Ufern

So langsam merkt man, dass der Frühling naht. Die Tage werden länger und morgens ist es schon früher hell. Die Vögel zwitschern ganz anders, fröhlich, verheißungsvoll, wie sie es eben nur im Frühjahr tun. Und innerlich merken wir, dass eine Veränderung ansteht. Raus aus dem Winterschlaf, aus der dunklen Jahreszeit, in der alles vielleicht etwa langsamer läuft. Aufbruchstimmung macht sich breit. Wir spüren, es passiert etwas. Auch in uns. Wir sind bereit Neues zu wagen, aufzubrechen zu neuen Ufern.  Oft lässt sich dieses innere Gefühl nicht einmal in Worte fassen oder genau definieren. Ganz vage spüren wir es anfangs, merken wie es wächst und immer größer, raumfüllender wird.

Dem Leben begegnen

Genau in dieser Zeit sind Rückbeugen optimal um dieses Gefühl des Neuanfangs zu unterstützen. Rückbeugen, häufig auch Herzöffner genannt, stehen für die Hinwendung zum Leben. Beim Praktizieren entsteht Weite im Herzraum und wir fühlen uns offen, empfangend und fröhlich. Es entsteht ein Gefühl von Ich bin da, Ich lebe. Wir spüren uns selbst ganz intensiv. Nichts kann uns aufhalten oder erschüttern. Wir sind neugierig, was da auf uns wartet und nehmen das Leben mit all seinen Facetten an, die es zu geben hat. Wertungsfrei und mit Leichtigkeit.

Friederike Roth - Rückbeugen machen glücklich

Die emotionale Befreiung physisch einleiten

Der Blickwinkel verändert sich und wir können vermeintlich negative Vorkommnisse betrachten, annehmen und uns fragen: Was kann ich daraus lernen? Was will mir das Leben sagen?

Dazu müssen wir offen sein, dies zu sehen und uns gedanklich und emotional befreien.

Rückbeugen erzeugen Weite

Rückbeugen helfen uns dabei. Sie sorgen für eine Öffnung des Atemraums und kreieren so Platz für die Lungen um den Atem, den Lebenshauch aufzunehmen.

Praktizieren wir Rückbeugen, so entsteht eine Dehnung der Muskeln im Brustkorb, zwischen den Rippen sowie eine Dehnung des Zwerchfells, womit überhaupt erst wieder die Möglichkeit geschaffen wird frei und leicht atmen zu können und der Enge im Brustraum zu begegnen, die häufig durch Panik, Stress und Anspannung entsteht. Wir können aufatmen, sind wieder klar und präsent. Im Englischen nennt man diesen Zustand auch „wide awake“.

Ich heiße alles willkommen. Ich empfange weit, offen und fröhlich und richte den Blick auf Dinge, die positiv sind.

Genau aus diesem Grund zählen Rückbeugen zu meinen liebsten Yogahaltungen. Sie lassen mich offen werden, sowohl auf physischer als auch emotionaler Ebene. Schon nach ein paar öffnenden Positionen haben einengende Gedanken keinen Platz mehr. Rückbeugen machen fröhlich.

Abonniere den Newsletter um als Erste:r über Neuigkeiten, zukünftige Workshops, Events und neue Live- und Onlineklassen informiert zu werden.

Meine erste positive Erfahrung mit Rückbeugen

Das durfte ich schon während meiner ersten Yogalehrerausbildung erfahren. Nach einer Yogaeinheit, während derer wir intensiv Rückbeugen geübt hatten, realisierte ich plötzlich, dass es mir richtig gut ging, dass sich die Schwere, die so häufig auf meiner Brust lag, gelöst hatte. Dieses Gefühl wollte ich nicht mehr missen. Und so übe ich heute noch, wenn es mir nicht gut geht, neben Atemübungen und Meditation, Rückbeugen und Haltungen, die mich offen werden lassen, die mich rausbringen aus der Enge im Kopf und im Denken.

Ich war und bin immer noch und immer wieder aufs Neue fasziniert von den vielfältigen Wirkungen des Yoga, die nicht nur auf körperlicher Ebene wirken, sondern auch auf mentaler und emotionaler Ebene.

Dankbarkeit und Glückshormone durch Yoga

Durch Yoga lernen wir dankbar zu sein und wertzuschätzen, was wir haben. An uns selbst, an den Menschen um uns herum, an unserem Leben.

In jedem Ding steckt etwas Positives. Dies zu erkennen und uns rückzubesinnen macht das Leben so viel schöner und bedeutungsvoller.

Öffnende Yogapositionen unterstützen uns dabei. Sie sorgen dafür, dass der Körper Glückshormone ausschüttet und wir die Zeit, die wir hier auf dieser Erde haben, wertschätzen. Dieses wunderbare Geschenk, das Leben, mit all seinen Facetten, die wir erleben dürfen. Mit einem Lächeln auf den Lippen und in den Augen. Frei nach dem Motto: „Heute habe ich nichts zu tun außer Lächeln“

Mit gestärktem Rückgrat durchs Leben

Die kräftigende Wirkung der Rückbeugen stärkt uns den Rücken, im eigentlichen wie auch übertragenen Sinne. Durch das Langdehnen der rückwärtigen Muskeln und die anschließende Rückbeuge werden die Muskeln in ihrer Länge und auch in der Tiefe gekräftigt. Wir können aufrechter, gestärkt und mit Rückgrat durchs Leben gehen. Nichts kann uns so schnell erschüttern.

Doch der Fokus liegt ganz klar auf der Öffnung. Nehmen wir das Beispiel der Yogaposition Rad oder Urdhva Dhanurasana. Eine sehr intensive Rückbeuge, die die gesamte Körpervorderseite intensiv dehnt und öffnet und uns gleichzeitig unsere eigene Stärke spüren lässt. Eine Haltung, in der wir den öffnenden Effekt und unser Strahlen besonders gut spüren können. Wir lassen unser inneres Licht leuchten.

Friederike Roth - Yoga Rückeugen machen glücklich

Urdhva Danurasana sollte gut vorbereitet und sauber aufgebaut werden, da es Kraft und Beweglichkeit in den Schulter- und Handgelenken braucht um überhaupt erst in die Position kommen zu können. Doch haben wir die Position erst einmal gemeistert, können vielleicht sogar mit einigen Variationen spielen, so stellt sich häufig ein Glücksgefühl ein, ein Gefühl von: Ich kann alles schaffen. Wir trotzen der Schwerkraft und den Widrigkeiten des Lebens und lassen uns nicht unterkriegen, fühlen uns stark und selbstbestimmt.

Kobra, Heuschrecke & unterstützter Fisch

Doch es muss nicht unbedingt das Rad sein um diese öffnende Wirkung zu erfahren. Auch Positionen wie die Kobra, Bhujangasa oder Heuschrecke, Shalabhasana oder, wenn wir sehr erschöpft sind, der unterstützte Fisch, Matsyasana, in dem wir uns entspannt der Öffnung hingeben können, bringen uns in das Gefühl der weit ausgebreiteten Arme und dem offenen Herzen dem Leben gegenüber.

Offenheit und Leichtigkeit als Resultat

Wir spüren ein Ja, ja, ja zum Leben, das so guttut. Alles wird leichter. Wir können sein ohne Vorurteile oder innere Verurteilungen. Und sei es nur für einen kurzen Augenblick. Ohne Angst, stattdessen mit der Gewissheit, wir haben die Möglichkeit jederzeit wieder in eine öffnende Yogaposition und mit deren Hilfe wieder hierhin, in die Offenheit, die Leichtigkeit zurück zu kommen.

Wir fühlen uns getragen und gestärkt und unserer eigenen Kraft bewusst, wissend, dass wir alles schaffen können. Wir können aufatmen, wieder lachen, auch über uns selbst.

Rückbeugen machen fröhlich 😉

Friederike Roth - Portrait

Willkommen

Ich bin Friederike Roth

Als Yogalehrerin, Entspannungstrainerin und Coach für körpergerechte Haltung und Bewegung ist es mir eine Freude Menschen jeden Tag zu unterstützen sich selbst wertzuschätzen, sich Gutes zu tun und in die Selbstwirksamkeit zu kommen. Und das in Form von körperlicher Aktivität und auch auf seelischer Ebene mit Meditation und Atemübungen.

Consent Management Platform von Real Cookie Banner